BZA - Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. vom 07.09.2009

Bundestagswahl: Wahlaufruf!

BZA fordert zum wählen auf!

Bundestagswahl: Wahlaufruf! 7.9.2009 bza // In knapp drei Wochen findet die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Wichtige Weichen, auch für die Zukunft unserer Branche und unserer Mitarbeiter, werden dann gestellt. Da die Zeitarbeit zu den Wirtschaftsbereichen gehört, die besonders stark von politischen Rahmenbedingungen abhängig ist, haben wir die Wahlprogramme der Parteien eingehend analysiert und daraufhin unsere Forderungen an die Politik von Bundestag und Bundesregierung in der nächsten Legislaturperiode formuliert.

Um an die erfolgreichen Zeiten vor der Krise anknüpfen zu können, darf die staatliche Regulierung alter Manier nicht wieder Einzug halten. Hier kritisieren wir vor allem Pläne, den Kundeneinsatz von Zeitarbeitnehmern wieder zeitlich zu begrenzen (Höchstüberlassungsdauer), Zeitpersonal in den Einsatzfirmen zu quotieren oder erneut zu verbieten, dass ein Arbeitsverhältnis auf die Dauer eines Einsatzes beschränkt sein kann (Synchronisationsverbot). Zudem darf unsere Tarifautonomie nicht durch gesetzliche Vorgaben zusätzlich eingeschränkt werden. Dagegen erwarten wir von der künftigen Bundesregierung, unsere Branche noch mehr zu entfesseln und alle Wirtschaftsbereiche für die Zeitarbeit zu öffnen. In die kommende Legislaturperiode fällt im übrigen auch die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Bürger der osteuropäischen EU-Staaten (2011), was entsprechende politische Entscheidungen prägen muss, etwa im Hinblick auf die Einführung eines tariflichen Mindestlohns. Neben den rein branchenspezifischen Punkten sehen wir auch die allgemeine Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Parteien als sachgerechte Orientierungspunkte für unsere Wahlentscheidung an.

Auf den Punkt gebracht, lauten die wichtigsten BZA-Forderungen:

  • Eigenständigkeit der Zeitarbeitsbranche anerkennen
  • Keine Spezialgesetze für die Zeitarbeit
  • Überführung einzelner AÜG-Bestimmungen in bestehende Gesetze
  • Keine Rolle rückwärts bei Regulierung
  • Zeitarbeit in allen Wirtschaftsbereichen zulassen - vor allem im Bauhauptgewerbe
  • Abschaffung der so genannten Subsidiärhaftung
  • Die Zeitarbeit in das Entsendegesetz aufnehmen und den tariflichen Mindestlohn in der Zeitarbeit einführen
  • Den Begriff "Leiharbeit" durch "Zeitarbeit" ersetzen

Natürlich kann und will der BZA als neutraler Verband keine parteienspezifische Wahlempfehlung abgeben. Wir rufen Sie jedoch dazu auf, in jedem Fall wählen zu gehen und Ihre Chance zu nutzen, die Besetzung des Bundestags - und somit dessen politische Ausrichtung - mitzubestimmen. Gerade bei dem zu erwartenden knappen Wahlausgang kommt es auf jede Stimme an.

Volker Enkerts
(BZA-Präsident)

Heide Franken - Ingrid Hofmann - Thomas Bäumer - Sebastian Lazay
(BZA-Vizepräsidenten)

Der BZA (www.bza.de ) ist der seit mehr als dreißig Jahren etablierte Arbeitgeber- und Unternehmensverband von konzessionierten Zeitarbeitunternehmen mit über 2.200 Mitgliedsbetrieben. In ihm haben sich Zeitarbeitunternehmen zusammengeschlossen, die die Entwicklung der Branche entscheidend und positiv Bundestagswahl: Wahlaufruf! mitbestimmen wollen. Mit seiner langjährigen Erfahrung schafft der Verband Sicherheit und Vertrauen, wovon nicht nur die Mitgliedsunternehmen selbst, sondern auch die Mitarbeiter und Kundenbetriebe profitieren.

Über die üblichen Verbandsleistungen hinaus wie politische- und Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederinformation leistet der BZA wissenschaftliche Arbeit und Weiterbildung im verbandseigenen Deutschen Institut Zeitarbeit (DIZ). www.diz-institut.de


Link: Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA)


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