BZA - Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. vom 21.05.2010

Zeitarbeit-Branche wehrt sich gegen Vorwurf des Missbrauchs

"Lex Schlecker" schießt übers Ziel hinaus

Zeitarbeit-Tarifvertrag IG-Metall BZA bza // Angesichts der wiederholten Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, vermeintliche Lohndrückerei und Missbrauch der Zeitarbeit durch weitergehende Regulierung zu verhindern, erklärt der Präsident des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA), Volker Enkerts: "Der Missbrauch der Zeitarbeit durch branchenfremde Firmen ist aufgrund von Tarifverträgen zwischen uns und dem DGB nicht mehr möglich. Die anderen beiden Branchenverbände haben ähnliche Vereinbarungen mit dem DGB und anderen Gewerkschaften getroffen. Die gesamte Branche hat also das Problem erkannt und im Rahmen ihrer Möglichkeiten gelöst. Bundesministerin von der Leyen ist darüber von uns persönlich informiert worden. Die Klausel im Tarifvertrag ist ausreichend, weitergehende Regulierungen unserer Branche sind nicht nötig. Wir fordern Bundesministerin von der Leyen auf, zu konkretisieren, was ihr nicht genügt und wie gesetzliche Regelungen aussehen sollen."

Enkerts weiter: "Schlecker hat unserer Branche eindeutig einen Bärendienst erwiesen und unserem Image geschadet. Dieses untypische Phänomen - obendrein genutzt durch ein branchenfremdes Unternehmen - hat jedoch nichts mit der seriösen Zeitarbeit in Deutschland zu tun. Bezogen auf den Gesamtmarkt von rund 670.000 Zeitarbeitnehmern hatten die Fälle ohnehin eine äußerst geringe Größenordnung, was man auch daran erkennt, dass nur ein einziges Unternehmen ständig als öffentliches Beispiel herangezogen wird. Ohne Not wird das Thema weiter am Kochen gehalten. Dies schadet dem Ansehen der Branche, dem Instrument Zeitarbeit insgesamt und ihrer sinnvollen Funktion am Arbeitsmarkt, Menschen aus der Arbeitslosigkeit zu holen."

Der BZA (www.bza.de ) ist der seit mehr als dreißig Jahren etablierte Arbeitgeber- und Unternehmensverband von konzessionierten Zeitarbeitunternehmen mit über 2.200 Mitgliedsbetrieben. In ihm haben sich Zeitarbeitunternehmen zusammengeschlossen, die die Entwicklung der Branche entscheidend und positiv BZA mitbestimmen wollen. Mit seiner langjährigen Erfahrung schafft der Verband Sicherheit und Vertrauen, wovon nicht nur die Mitgliedsunternehmen selbst, sondern auch die Mitarbeiter und Kundenbetriebe profitieren.

Über die üblichen Verbandsleistungen hinaus wie politische- und Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederinformation leistet der BZA wissenschaftliche Arbeit und Weiterbildung im verbandseigenen Deutschen Institut Zeitarbeit (DIZ). www.diz-institut.de


Link: Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA)


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